Journal 2 - 2001
Vorwort

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Lara Dämmig und Elisa Klapheck
Editorial

Innerjüdische Debatten zur Erneuerung des europäischen Judentums sind überfällig. Bet Debora will hierzu Anstöße geben. Bei unserer ersten Tagung im Mai 1999 diskutierten wir, wie sich die jüdische Tradition weiterentwickelt, gestalten doch Frauen als Rabbinerinnen, Aktivistinnen oder Gelehrte das Leben in den Gemeinden und Synagogen immer mehr mit. Bei der diesjährigen Tagung griffen wir ein Thema auf, das in den aktuellen Diskussionen eine große Rolle spielt. Hat die Familie noch Zukunft?

Für die Zukunft des Judentums ist diese Frage von entscheidender Bedeutung. Die klassische Kleinfamilie wird nach wie vor als Grundfeste der jüdischen Tradition angesehen. Die Frauenrollen scheinen darin klar umrissen.

Tatsächlich aber ist die jüdische Traumfamilie nicht unbedingt mehr Normalität. Jüdinnen und Juden leben heute auch als Singles, Alleinerziehende, in "gemischten" Partnerschaften, als Lesben und Schwule - kurz: in einer Vielfalt von Lebensformen. Das ist jedoch Ausdruck einer allgemeinen Entwicklung. Auf unserer Tagung "Die jüdische Familie - Mythos und Realität" wollten wir diese Lebenswirklichkeit einmal aus einer jüdischen Frauenperspektive beleuchten, um eigene Standpunkte zu formulieren und sie in die gegenwärtige Debatte einzubringen.

In diesem Zusammenhang erscheint es uns wichtig, daß Bet Debora sowohl in der jüdischen, als auch in der nichtjüdischen Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Wir hoffen, mit diesem Journal, das die Tagung dokumentiert und weitergehende Fragestellungen aufgreift, einen Beitrag hierzu zu leisten. Wir freuen uns über Resonannz und hoffen, die Leserinnen und Leser bei der nöchsten Bet-Debora-Tagung im Jahre 2001 begrüßen zu können.

Danksagung

Dieses Journal wäre ohne die finanzielle Förderung des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nicht möglich gewesen. Darüber hinaus bedanken wir uns bei allen, die die Tagung und das Journal unterstützt haben. Neben dem Bundesfamilienministerium wurde Bet Debora gesponsert von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, der Axel Springer Stiftung, der Hanadiv Charitable Foundation und der Schering AG.

Der Erfolg der Tagung ist aber auch dem großen Engagement vieler Mitstreiterinnen zu verdanken. Im Organisationsbüro wirkten Carolyn Naumann, Grit Beel, Katrin Baumeister und Rainer Krokat - unterstützt von zahlreichen Helferinnen und Helfern. Die Simultan-Dolmetscherinnen waren Karin Fleischhacker und Catherine Johnson. Das Catering, das allseits Begeisterung auslöste, leistete Gaby Nonhoff. Für den reibungslosen Ablauf von seiten der Jüdischen Gemeinde sorgten Eva Nickel und die Firma Xenon. Dankenswerterweise stellte uns die kommissarische Rektorin der Jüdischen Oberschule, Raissa Kruk, Räume zur Verfügung. Darja Bartsch und Susanne Grunewald organisierten das Kinderprogramm. Nicht zuletzt gilt unserer besonderer Dank allen beteiligten Referentinnen, Moderatorinnen und Künstlerinnen.

Außerdem freuen wir uns über die gute und inspirierende Zusammenarbeit mit allen Autorinnen. Das Journal erscheint wieder in Deutsch, Englisch und Russisch. Die Übersetzerinnen - Ludmila Duwidowitsch, Dr. Irene Runge, Taryn Toro, Julia Vinikova - haben eine immense Leistung vollbracht. Die Stimmung während der Tagung geben die Fotos von Silke Helmerdig und Burkhard Peter wider. Das originelle Layout verdanken wir der Graphikerin Sonja Hennersdorf.

Lara Dämmig und Elisa Klapheck
Initiatorinnen von Bet Debora

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