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Lara Dämmig "Name ist Schall und Rauch" - dieses Zitat
aus Goethes Faust ist längst schon als geflügeltes Wort in die
deutsche Sprache eingegangen. Ob diese Redewendung tatsächlich die
Einstellung vieler Menschen widerspiegelt, möchte ich bezweifeln.
Werdende Eltern beraten sich oft über Monate, bevor sie sich für
den Namen ihres Kindes entscheiden. Meist soll dieser zeigen, mit welcher
Kultur die Eltern sich verbunden fühlen, welche Hoffnungen und Wünsche
sie mit der Geburt ihres Kindes hegen, in welcher Tradition sie sich sehen,
welcher Familie sie angehören. Welche Bedeutung der Name hat, wird
uns auch in der Parascha [Tora-Abschnitt] "Lech Lecha" vor Augen
geführt. Im Alter von 99 Jahren erscheint Abram Gott: "Sieh,
mein Bund besteht mit Dir, und Du wirst werden zum Vater einer Vielzahl
von Völkern. Darum sollst Du nicht mehr Abram heißen, sondern
Abraham soll Dein Name sein; denn zum Vater einer Vielzahl von Völkern
habe ich dich bestimmt." (Gen. 17:4 - 5) Und später steht geschrieben:
"Sarai, dein Weib, sollst du nicht mehr Sarai nennen, sondern Sara,
Fürstin, soll ihr Name sein." (Gen. 17:15) Wir erleben hier
Namensgebung als konstitutiven Akt, der den neuen Status von Abraham und
Sara widerspiegelt. Lara Dämmig ist Initiatorin von Bet Debora |
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