Journal 3 in 2003
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Tagung 2003
Programm

Donnerstag, 22. Mai 2003


11 Uhr
Einweihung einer
Gedenktafel für Bertha und Hermann Falkenberg
Lottumstraße 22, Berlin-Prenzlauer Berg

Bertha Falkenberg (1876-1946) war Vorsitzende des Jüdischen Frauenbundes in Berlin und erste Frau in der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Hermann Falkenberg (1869-1936) gründete die Liberale Synagoge Norden.

Almuth Nehring-Venus, Bezirksamt Pankow von Berlin
Dr. Hermann Simon, Centrum Judaicum
Lara Dämmig, Elisa Klapheck, Bet Debora
Edna Sovin, die in London lebende Enkelin der Falkenberg
Musikalische Umrahmung: Anne-Lisa Nathan (Alt)

14 Uhr
Führung zu
jüdischen Orten in Prenzlauer Berg
Treffpunkt: Synagoge, Rykestraße 53
Iris Weiss, Andrea Gärtner


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17.30 Uhr - Eröffnung der Tagung
"Macht und Verantwortung"
aus jüdischen Frauenperspektiven

Begrüßung
Elisa Klapheck, Lara Dämmig

Erfahrungen mit Macht in jüdischen Institutionen
Charlotte Knobloch, Vizepräsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland

Neue Chancen durch Frauen in verantwortlichen Positionen
Cynthia Kain, Stellv. Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Musikalische Umrahmung: Anne-Lisa Nathan

19.30 Uhr - Vortrag:

Jüdischkeit, Gender und Macht - eine Analyse
Prof. Dr. Nira Yuval-Davis (University of East London)

Freitag, 23. Mai


8 Uhr - Schacharit
Rabbiner Bea Wyler (Oldenburg)

10.00 Uhr - Podiumsdiskussion:
Gemeindepolitik - Frauenpolitik?
Jüdische Frauen in Führungspositionen

Gabriele Brenner, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Weiden

Tatyana Eesik, Vorsitzende der Progressiven Jüdischen Gemeinde in Tallin

Cynthia Kain, Stellv. Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Prof. Dr. Rita Kleiman, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Kischinjow

Liliana Furman, American Jewish Joint, Freiburg

Moderation: Sandra Lustig

15 Uhr - Gesprächsrunden, Workshops und Schiurim

1. Realität in den Synagogen

"Frauen entscheiden Halacha", Rabb. Gesa Ederberg (Weiden,Berlin)

"Wissen ist Macht. Nicht-Wissen macht auch nichts? Das Verhältnis lernender Frauen zu den eablierten Gemeindestrukturen in orthodoxen bzw. traditionellen Gemeindestrukturen", Silke Goldberg (London)

"Rabbinische Sichtweisen auf die Emanzipation der Frauen", Prof. Dr. Alice Shalvi (Jerusalem)

2. Jüdischer Feminismus - eine Perspektive für alle?

"Das religiöse Leben jüdischer Frauen in Polen", Bella Szwarcman-Czarnota (Midrasz, Warschau)

"Der Beitrag der jüdischen Frauen in Prag zur Frauengeschichte als Rebbe, Rabbi und Rebbezin", Sylvie Wittmanova (Bejt Simcha, Prag)

"Jüdische Frauenprojekte in der ehemaligen Sowjetunion", Svetlana Yakimenko (Kesher, Moskau)

Moderation: Dr. Tania Marincheshka (Sofia)

3. "´Vierte" Macht? Journalistinnen und Redakteurinnen in jüdischen Medien

Toby Axelrod (Jewish Telegraphic Agency, Berlin), Andrea Deák ("Esthers Tasche", Budapest), Katarina Jelinkova ("Maski", Prag), Wanya Kruyer ("Nieuw Israelitisch Weekblad", Amsterdam), Moderation: Dr. Susanna Keval (Jüdische Gemeindezeitung, Frankfurt)

4. Selbstermächtigung durch Kunst

Marion Kahnemann (Dresden), J.K. Langford (Berlin), Tanya Ury (Köln), Moderation: Hanna Rheinz (München)

5. Macht und Machtlosigkeit von Frauen in der Bibel

Rabb. Bea Wyler (Oldenburg)

6. Oral History (Praktischer Workshop zur Dokumentation von Lebensgeschichten der Konferenzteilnehmerinnen)

Irene Reti (University of California)

7. Atem-Workshop: Macht und Berührung

Batya Blumenberg (Berlin)

8. Bibliodrama: Miriam wird aussätzig

Rabb. Goldie Milgrom, Dr. Sharon Ufberg (San Francisco)

18.30 Uhr - Podiumsdiskussion: Definitionsmacht

Wer hat die Definitionsmacht in puncto Judentum und Feminismus? Welche Dominanzstrukturen prägen das Verhältnis jüdischer Frauen zwischen Ost und West?

Deidre Berger, American Jewish Committee (Berlin), Becca Lazarova, Lauder Foundation (Sofia), Svetlana Yakimenko & Dr. Sharon Ufberg ("Kesher", Moskau & San Francisco), Moderation: Dr. Andrea Petö (Budapest)

20.30 Uhr - Kabbalat Schabbat
Leitung: Jalda Rebling (Berlin)
anschließend Kiddusch und Abendessen

Samstag, 24. Mai 2003


10 Uhr - Schacharit

15 Uhr - Gesprächsrunden, Workshops und Schiurim

1. Königinnen

"Regentinnen in biblischen Zeiten", Bente Groth (Universität Oslo)

"Macht und weibliche Souveränität im Talmud", Dr. Charlotte Fonrobert (Stanford University)

2. Macht und Sprache
- Weibliche Perspektiven in der Literatur

Ruth Fruchtman, Schriftstellerin (Berlin), Karen Margolis, Schriftstellerin (Berlin), Dr. Katalin Pesci, Literaturwissenschaftlerin (Budapest), Prof. Dr. Rita Kleiman, Literaturwissenschaftlerin (Kischinjow)

3. Autorität und Alter

"Spirituelles Älterwerden", Carola de Vries (Amsterdam)

"Verantwortung der Jungen gegenüber den Alten", Dr. Irene Runge (Berlin)

"Ehre Vater und Mutter", Prof. Dr. Alice Shalvi (Jerusalem)

4. Warum begründete Dina keine Rechtstradition im Judentum?

Rabbinerin Prof. Dr. Eveline Goodman-Thau
(Hermann-Cohen-Akademie, Berlin)

5. Warum gibt es kein Synagogenasyl?

J.K. Langford (Berlin)

6.Bibliodrama: Erbe
- Selbstermächtigung und Teilhabe: Zelophechads Töchter

Iris Weiss (Berlin)

7. Horizont und Hindernisse weiblichen Networkings

Gabriele Noa Lerner und Gunda Wöbken-Ekert
(Netzwerk jüdischer Frauen, Berlin)

17.15 - Gesprächsrunden, Workshops, Schiurim

1. Stadtrundgang:
Jüdische Frauen als Pionierinnen moderner Sozialarbeit
Treffpunkt: Eingang Volkshochschule, Iris Weiss (Berlin)

2. Vortrag und Dias: "Transcending the Ladder"

Tanya Ury (Künstlerin, Köln)

3. Schreibwerkstatt: Macht und Machtlosigkeit: Frau, Beruf, Judentum

Karen Margolis (Berlin) mit anderen Künstlerinnen

4. "Benennen" - Name und Identität. Ein Workshop zur rituellen Namensgebung

Lori Klein (Capitola), Elisa Klapheck (Berlin)

5. Das Buch Ruth - Solidarität und Macht in Frauenbeziehungen

Politische Anmerkungen von Jessica Jacoby (Berlin),
Ansichten aus dem Midrasch von Esther Kontarsky (Berlin)

6. Weibliche Autorität - männliche Perspektiven

"Rabbinerinnen als Lehrerinnen und Vorbilder", Rabb. James Baaden (London)

"Neue Impulse für einen Akademiker", Rabb. Prof. Dr. Mark Cohen (Berlin)

7. Weltliche jüdische Frauen – ein mögliches Modell

Rabb. Sheila Shulman (London)

21 Uhr - Konzert

Elzbieta Sternlicht (Klavier) spielt Werke von Fanny Hensel (Mendelssohn)

Anschließend: Hawdala mit Kantorin Avitall Gerstetter

Sonntag, 25. Mai 2003

9.30 Uhr - Schacharit

10.30 Uhr - Podiumsdikussion

Jüdische Frauen und gesellschaftspolitische Verantwortung

Dr. Tania Marincheshka (Sofia), Prof. Dr. Alice Shalvi (Jerusalem), Rabb. Sheila Shulman (London), Moderation: Dr. Andrea Petö (Budapest)

Bet Debora - Perspektiven
Podiumsdiskussionen

14 Uhr Think Tank und Plattform für europäische Jüdinnen

Elisa Klapheck & Lara Dämmig (Berlin)
Dr. Andrea Petö & Dr. Katalin Pecsi (Budapest)

15 Uhr - Religion ist politisch - Foren für eine gesamtgesellschaftliche Debatte schaffen

Kooperationsveranstaltung mit dem Projekt "Sarah-Hagar: Religion, Politik, Gender",
Tradition als Machtinstrument, mit u.a. Irene Pabst (ev. Theologin), Dr. Sabiha El-Zayat (musl. Theologin), Hanna Rheinz (jüd. Theologin), Carola von Braun (Überparteiliche Fraueninitiative)

20 Uhr - Filme von Deborah Phillips:
"Mosaiic" und die Kurzfilme "Noor", "Three" und "Purim"
Filmkunsthaus Babylon, 5,50 Euro (Rosa-Lusemburg-Platz)

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